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Bunatati din Viscri - Gutes aus Viscri

Projekt „Bunatati din Viscri (Gutes aus Viscri)“

Sachbericht 01.01 2016 – 31.12.2016

Projektträger: Institut für Soziale Projekte e.V.

Kooperationspartner vor Ort: Asociatia Viscri incepe

Bunatati din Viscri (Gutes aus Viscri)

Zielgruppe des Projektes „Bunatati din Viscri“ (Gutes aus Viscri)

Zielgruppe des Projektes „bunatati din Viscri“ sind die Frauen des Dorfes Viscri und in der Folge auch Frauen aus Stejareni in Rumänien, die in ihrer Mehrheit - wie in vielen anderen rumänischen Dörfern - von der rumänischen Verwaltung der Ethnie der Roma zugerechnet werden.

Die Abwanderung der Rumänen, gleich welcher Ethnie, ist ein Problem nicht nur für die Städte und Gemeinden in Westeuropa und speziell auch in Deutschland, sondern nach unserer Erfahrung ganz massiv und in erster Linie für die Menschen selber, die aus Not gezwungen sind, ihre Heimat, ihre Familien, ihre Kinder zu verlassen. 1999 wurde das Dorf Viscri in die Liste des Weltkulturerbes der UNECO aufgenommen. Seither strömen jährlich mehr Touristen ins Dorf. Trotzdem hat sich an der Situation der meisten Bewohner des Ortes nur wenig geändert. Dennoch sind aus Viscri bisher nur sehr wenige Menschen dauerhaft nach Westeuropa ausgewandert. Das liegt zum einen daran, dass das Dorf touristisch interessant ist, zum wesentlichen Teil aber an der Möglichkeit, mit Socken und

Filzprodukten, die die Dorffrauen aus der Wolle ihrer Schafe in Handarbeit herstellen, das Einkommen der Familien aufzubessern.

Was vor fast 15 Jahren als kleines Selbsthilfeprojekt begann, machte den kleinen Ort Viscri weit über die Grenzen Rumäniens hinaus auch als „Sockendorf“ bekannt und ist heute ein wichtiger Bestandteil des Lebens der Menschen in Viscri. Es ermöglicht eine Perspektive vor Ort, was in den Dörfern in Siebenbürgen bei Weitem keine Selbstverständlichkeit ist. Die Beteiligung und enge Zusammenarbeit aller Ethnien (Roma, Rumäninnen Siebenbürger Sächsinnen und Deutschen) am Projekt sind ein, zumindest in Rumänien einzigartiger Ansatz, der wesentlich zum bisherigen Erfolg des Projektes und zur deutlichen Verbesserung der Dorfgemeinschaft beigetragen hat.

Um die Nachhaltigkeit des Projektes und damit die Perspektiven der Frauen des Ortes dauerhaft zu erhalten und zu erweitern ist es jedoch unbedingt notwendig, dass  die Leitung des Projektes zum größtmöglichen Teil in die Hände der Frauen des Dorfes übergeht und dass das Projekt wirtschaftlich weitgehend unabhängig vom ehrenamtlichen Engagement der zahlreichen Unterstützer in Rumänien und Deutschland wird.

 

Ziele des Projektes Projektes „Bunatati din Viscri“ (Gutes aus Viscri)

  • Ziel des Projektes „Bunatati din Viscri“ ist die Schaffung von dauerhaften Erwerbsperspektiven für die Frauen des Ortes Viscri durch Professionalisierung der Projektstruktur, Qualifizierung der rumänischen Projektverantwortlichen, Erweiterung der Produktpalette und dem Aufbau einer professionalisierten Marketingstruktur, um durch einen entsprechenden Absatz der Produkte das Einkommen der Frauen weiter zu verbessern und langfristig zu sichern. Mittelfristig soll das Projekt von „Bunatati din Viscri“ (Gutes aus Viscri) wirtschaftlich weitgehend unabhängig vom ehrenamtlichen Engagement der zahlreichen Unterstützer in Rumänien und Deutschland werden.
  • Durch die Vernetzung mit dem entstehenden Projekt im Ort Stejareni, den Transfer der in Viscri bereits vorhandenen Erfahrungen und die Teilnahme der Projektverantwortlichen an Seminaren und Fortbildungen in Viscri sollen zudem Synergieeffekte geschaffen werden und die Übertragbarkeit des Konzeptes auf ähnliche Dörfer erprobt werden.

Projektverlauf 2016

Im Mai 2016 fand ein Treffen mit den Projektverantwortlichen aus Rumänien und Deutschland statt um die Fortschritte des Projektes  und die Umsetzung der Projektziele gemeinsam mit Markus Schrieder (QM Auditor aus Freiburg) zu besprechen und abzustimmen.

Auszüge aus dem Protokoll:

„Bezüglich der täglichen Organisation der Abläufe, zeigt sich nach wie vor ein starkes verlagern auf Frau Bing und Frau Schorb. Frau Bing und Frau Schorb vertreten sich zwar gegenseitig, jedoch ist die Nachfolgeplanung immer noch nicht geregelt.

Die Produktion der Schuhe konnte aufgrund verstärkter personeller Ressourcen ausgeweitet werden auch die Problematik der Rohstoffbeschaffung im Bereich „Leder“, konnte durch einen zuverlässigen Partner egalisiert werden. Erfreulich ist, dass die Schuhe stark nachgefragt sind, dies sieht man sowohl  an den Absatzzahlen aber auch lt.  Frau Gottschall ( „InSoPro“)  lassen sich die Schuhe  auf diversen Märkten in Deutschland gut verkaufen.

Auch die Evang. Altenhilfe in St. Georgen konnte letztes Jahr als neuer Kunde gewonnen werden; hier gilt es noch auf die Zielgruppe älterer Menschen einzugehen und in einem Innovationsworkshop neue/passende Produkte für diese Nische zu identifizieren.

Positiv zu bewerten ist auch die Entwicklung der Zunahme an neuen Abnehmern.“

Vernetzung und Transfer von Erfahrungen

Die Frauen in Stejareni filzen mittlerweile sehr gute Schuhe und können diese gut verkaufen, sodass sie fast schon überfordert sind mit ihren Bestellungen. Im Winter 2016 wurden die  Produkte aus Viscri und Stejareni erstmals zusammen auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin angeboten. Dort hatten sie einen Stand bestellt. Mit ihren Schuhen aus Stejareni gemeinsam mit den Filzschuhen aus Viscri konnte ein großer Verkaufserfolg verbucht werden. 100 Paar Schuhe in nur 2 Markttagen! Für die 7 Frauen aus Stejareni stellt das Filzen schon einen guten Verdienst dar!

Für das Frühjahr sind gegenseitige Projektbesuche geplant, die allerdings gerade wegen gesundheitlichen Problemen in Stejareni verschoben wurden. Die dortigen Verantwortlichen wollen das Filzen nicht auf mehr Frauen ausweiten, da die dortigen Filzerinnen noch nicht daran interessiert sind, sich an der Organisation zu beteiligen und die damit verbundene Arbeit dann nicht mehr von den 2 Personen ehrenamtlich zu bewältigen ist.

Die Frauen aus Viscri möchten gern im Frühling einen Ausflug zu einem Selbsthilfeprojekt in Sibiu/ Hermannstadt organisieren. Dieser soll zum einen die Frauen neu motivieren und ihren Zusammenhalt stärken und zum anderen durch die Vernetzung mit dem Projekt neue Synergieeffekte schaffen.

Verbesserung und Sicherung der Qualität der Wollprodukte in Viscri

Die Sicherung der Qualität der Produkte ist weitestgehend befriedigend bis gut. Die Frauen erhielten neben den Schusterleisten zur verbesserten Form aktuell auch Kurse zum Filzen und Nähen. Cristina, Ilonca und Mariana halfen ihnen geschickt, ihre Arbeit zu verbessern. Doch nicht alle Frauen sind motiviert für solche Kurse. Die Schuhannahmen sind sehr streng. Da es Reklamationen wegen aufgetrennter Nähte gab, werden diese besonders überprüft. Frauen, denen das Nähen der Schuhsohlen schwer fällt, wird nahe gelegt, andere Frauen für das Annähen zu bezahlen. Manche Frauen haben immer noch das Problem, persönlich beleidigt zu sein, wenn ihre Schuhe nicht angenommen werden. Sie werden dann laut und beleidigen. Das wiederum muss ein Mitarbeiter aushalten, was wiederum neue Konflikte heraufbeschwört.

Verbesserung und Sicherung der Qualität     Gestricke Weste

Ein Problem stellt die genaue Größenanfertigung dar, noch immer fällt es vielen der Frauen immer noch schwer, die genauen Größen einzuhalten.

Die Filzprodukte sind farblich sehr schön. Für den Verkauf in Viscri wird nun auch Schmuck hergestellt.

Im Rahmen der Produktdiversifikation wurden viele neue Produkte entwickelt und die Palette der gestrickten Produkte hat sich sehr vergrößert. Es gibt nun viele Handschuhe und Mützen mit anderen Mustern, es wurden neue Strickgruppen gegründet. Mittlerweile gibt es farbige Wolle, was die Käufer der Strickprodukte sehr freut. In Zusammenarbeit mit Frau Ariane Jäger von der Hochschule der freien Künste Berlin sollen diese neu entstandenen Produkte nun noch weiter optimiert werden.

Der Umfang des ganzen Projektes ist allerdings nicht mehr ehrenamtlich zu stemmen, weder in Rumänien noch in Deutschland.

Der Verkauf der Produkte auf Märkten, messen und themenbezogenen Veranstaltungen, sowie die deutlich gestiegene Zahl an Bestellungen von Einzelkunden, aber auch Händlern, haben einen guten Verkauf und somit den Frauen Viscris einen guten Verdienst gebracht. Der neu entstandene Onlineshop und die neu entstandenen Produkte sollen nun auch den Verkauf auch außerhalb der Winterzeit sichern.

Ein besonderes Highlight war der Tag der offenen Tür im MaI 2016, der von einigen Vereinen aus der näheren und weiteren Umgebung, aber auch von vielen Touristen und Presse besucht wurde. Hier wurde die Arbeit von „Bunatati din Viscri“ vorgesellt, neue Kontakte geknüpft und im Anschluss entstanden mehrere Presse Artikel über das Prokekt, u.A. in der Zeitschrift Danube Connects und der Süddeutschen.

Fortbildungen der Frauen

Fortbildung der Frauen

In Viscri wurden durch die Seminare mit Frau Dana Crisan die einzelnen Aufgabenbereiche jedes Leitungsteammitgliedes näher behandelt, Ressourcen und Verbesserungsmöglichkeiten aufgedeckt sowie die Eigenorganisation unter die Lupe genommen. Die Teammethoden zur Konfliktvermeidung bzw -lösung sind verbessert, alle Mitarbeiterinnen sind sich ihrer wichtigen Aufgaben bewusst. In der Supervision wurde deutlich, wie leicht Unstimmigkeiten untereinander entstehen können, wenn die Leitung nicht transparente Entscheidungen fällt.

Allerdings ist der Umfang der Produktion enorm gestiegen und dadurch auch die entstandenen Aufgaben. Sodass, trotzdem Frau Schorb und Frau Bing einige Aufgaben abgeben konnten, neue nachrückten.

Die angebotenen Kurse für Deutsch und Englisch werden von vielen Frauen des Vereines und auch von zwei vereinsfremden Frauen angenommen. Diese wurden speziell für Anfänger durchgeführt und daher hatten viele Frauen den Mut, teilnehmen. Sie werden sicher diese neuen Sprachkenntnisse im Umgang mit den vielen Touristen des Dorfes, in Pensionen, beim Verkauf ihrer Produkte gut gebrauchen können. Erst in einem Monat wird Deutsch speziell für die Leitungsmitglieder angeboten, um speziell die Bestellungen zu bearbeiten.

Die 2-wöchigen Teambesprechungen werden im rotierenden System von jeweils einer Frau der Leitung organisiert und moderiert. Die Inhalte sind jedoch viel und es zeigt sich immer deutlicher, dass aufgrund des gewachsenen Umsatzes und des Umstandes, dass Viscri incepe nun auch Mehrwertsteuerzahler ist, eine Trennung der Produktion von den

Sozialen Projekten nötig wird. Ein Anwalt und die Buchhalterin haben Viscri incepe nahe gelegt, eine Firma zu gründen. Nun werden die dazu nötigen Informationen eingeholt und es sollen die Mitarbeiterinnen so geschult werden, dass  eine von ihnen die Leitung dieser Firma übernehmen kann.

Vertrieb der Produkte in Deutschland

Vertrieb der Produkte in Deutschland

Es besteht regelmäßíger email- und Telefonkontakt zwischen den Leiterinnen von „Viscri incepe“ und Frau Gottschall von InSoPro e.V..
Ebenfalls unterstützen die regelmäßigen Besuche von Frau Gottschall in Viscri die Beziehung zu den Frauen.
Frau Gottschall kann dann direkt Eindrücke der Kunden mitteilen und Verbesserungsvorschläge geben.
Für März ist der nächste Besuch von Frau Gottschall in Viscri geplant.
Auf verschiedenen Weihnachtsmärkten, aber auch bei Kunsthandwerkermärkten, themenbezogenen Veranstaltungen und bei Händlern wurden die Produkte Vorgestellt und verkauft.
Deutlich gestiegen ist im Jahr 2016 auch die Zahl der Einzelkunden, die die Produkte bestellten./p> Im Rahmen einer „Jahresarbeit“ an einer Waldorfschule wurde das Projekt von einer Schülerin, die im während ihres Praktikums bei InSoPro e.V.  das Projekt vor Ort kennenlernte, einem breiten Publikum vorgestellt.

Die Verkaufszahlen sind deutlich gewachsen, immer mehr neue Kunden entdecken das Projekt und sind begeistert von den Produkten. Viele Stammkunden kommen eigens auf die Märkte um die Produkte zu kaufen.

Für den Vertrieb der Produkte in Deutschland wurden im Jahr 2015 wurden zunächst Ehrenamtliche und Aushilfskräfte eingesetzt, um so die im Rahmen des Projektes beantragten Personalkosten für den während der Projektlaufzeit steigenden Arbeitsanfall sinnvoll einzusetzen.

Seit November 2016 ist nun zusätzlich eine geringfügige Stelle im Rahmen des Projektes geschaffen worden, die sich um die Marketingstrategie und die anfallenden Verwaltungsaufgaben kümmert, sowie beim Verkauf und Versand der Produkte unterstützt.

Im Jahr 2016 wurde ein Mitarbeiter eingestellt, der seit April mit einem Teil seines Stellendeputats ausschließlich zuständig für die Programmierung und die Pflege des Onlineshops und des Internetauftritts ist.

Die Zahl der ehrenamtlichen Unterstützer, die die Produkte im Freundeskreis und auf Märkten verkauften, ist im Jahr 2016 unerwartet wegen Krankheit und beruflicher Veränderungen sehr stark zurückgegangen.

Wir gehen davon aus, dass die Verkaufszahlen im Jahr 2017 nochmals deutlich steigen und dass durch die, im Rahmen der Produktdiversifikation erstandenen neuen Produkte auch neue Kundenkreise erschlossen werden können.

Noch reichen die Verkaufszahlen und auch die Produktvielfalt zwar nicht aus, dass sich die Vermarktung der Produkte in Deutschland und dem angrenzenden Ausland wirtschaftlich selbstständig trägt.

Wir sind aber optimistisch, in absehbarer Zukunft den Vertrieb in Deutschland, insbesondere auch durch die deutlich erweiterte Produktpalette soweit auszubauen, dass er als Lehr- und Lernprojekt für Menschen mit besonderen Schwierigkeiten eine Perspektive auf dem Weg in eine berufliche Zukunft bietet. Hierzu fanden bereits erste Sondierungsgespräche mit der Agentur für Arbeit statt.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Qualifizierung der Frauen in Viscri schreitet langsam, aber stetig fort. Nach und nach konnten inzwischen Aufgaben in die Hände der Frauen übergeben werden und es zeigt sich ein hohes Engagement. Allerdings entstehen, gerade vor dem Hintergrund der Produktdiversifikation und insbesondere durch die gestiegenen Umsätze neue Aufgaben, die bisher noch nicht, oder nur teilweise von den Frauen eigenständig übernommen werden können. Es zeigt sich, dass insbesondere auch wegen der notwendig gewordenen Firmengründung in Rumänien weiterhin ganz erheblicher Fortbildungsbedarf der Frauen in Viscri besteht.

Der unerwartete starke Rückgang der ehrenamtlichen Verkäufer und die dadurch entstandene Umsatzlücke zeigt, wie wichtig es ist, das Projekt unabhängig vom Engagement der ehrenamtlichen Unterstützer zu machen, um die Nachhaltigkeit zu sichern.   

Die Zusammenarbeit mit dem Partnerprojekt gestaltet sich positiv, auch wenn deutlich wird, dass die, mit einem solchen Projekt verbundene Arbeit sehr schnell an die Grenzen des ehrenamtlich Machbaren stößt. Deutlich wird auch, dass die Besonderheit des Projektes „Bunatati din Viscri“   auch im Zusammenhang  mit dem engen Zusammenspiel aller Projekte vor Ort ((„Jugendhaus alte Spinnerei vernetzt“ (ebenfalls gefördert durch die Baden- Württembergstiftung), Schülerhilfe, Nachhilfe, Krankenhilfe und Altenhilfe)) zu sehen ist.

Die Nachfrage und die Markenbildung der Produkte aus Viscri sind deutlich gestiegen und es besteht inzwischen eine wachsende Grundabnehmerstruktur. Die durch den Wegfall der ehrenamtlichen Unterstützer entstandene Umsatzlücke konnte gut aufgefangen werden.

Dennoch zeigt sich, dass sowohl die neuen, teilweise unvorhergesehenen Herausforderungen (Firmengründung in Viscri und personelle Veränderungen), als auch die

Produktoptimierung, insbesondere der neu entwickelten Produkte, als auch deren Marketing und noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.

Durch die zunehmende Selbständigkeit der Frauen, das große Engagement, die bisher entstandenen und neu im Aufbau befindlichen Netzwerke, die gewachsene Grundabnehmerstruktur, die Produktdiversifikation und die steigende Nachfrage nach den Produkten aus Viscri sind jedoch bereits wesentliche Schritte auf dem Weg zu einer dauerhaften Einkommenssicherung der strickenden und filzenden Frauen in Viscri und bei dem Partnerprojekt in Stejareni entstanden.

Stegen und Viscri, den 09.03.2017

Annette Schorb, Gabriele Gottschall, Tina Bing